Samstag, 27. November 2021 | 10:00 - 10:30

Fachforum (Halle 2) Rind

Programmpunkt

Pflanzenkohle - 10 Jahre Produktion und Anwendung

Bereits vor ca. 700 Jahren durch indigene Völker im Amazonas praktiziert, kann Pflanzenkohle ein Lösungsansatz für viele Probleme im Umweltbereich sein. Eine Gruppe Zuger Landwirte entwickelte die Produktion und Anwendung auf einem Landwirtschaftsbetrieb in der heutigen Zeit.

Was als Pilotanlage angefangen hat, wurde zur funktionierenden Produktionsanlage weiterentwickelt. Die Emissionswerte werden eingehalten und die Pflanzenkohle erreicht das gesteckte Ziel der EBC-Futter Zertifizierung, daneben ist sie vom BLW bewilligt und auf der Betriebsmittelliste des FIBL.

Die Pflanzenkohle wird in einer Pyrolyse-Anlage unter Luftabschluss bei 500 bis 600°C produziert. Die entstehenden Synthesegase werden anschliessend vollständig verbrannt und wieder für den Pyrolyseprozess genutzt. Mit der Abwärme werden Qualischnitzel hergestellt und das Wohnhaus beheizt. Der Herstellungsprozess ermöglicht eine umweltfreundliche Produktion und Pflanzenkohle mit Futtermittelqualität.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfätig:

·        Silage

·        Futtermittel

·        Einstreu

·        Hofdüngerbehandlung

·        Kompostierung

Eine gleichzeitig mehrstufige Anwendung ist am wirkungsvollsten.

Beim Kauf von Pflanzenkohle ist es wichtig auf die EBC-Zertifizierung (EBC-Futter und EBC-Agrobio) zu achten, denn nur diese ist für die Anwendung in der Landwirtschaft zugelassen. Neu ist die Verora-Pflanzenkohle auch EBC-Sink zertifiziert, welche die Kohlenstoffsenkenleistung bescheinigt, womit nun CO2-Kompensationen verkauft werden können.

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