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Tiergesundheit / Tierwohl

Für eine gute Tiergesundheit und für ein hohes Tierwohl braucht es Prävention gegenüber Krankheiten, artgerechte Haltungsformen, ein achtsames Betriebsmanagement und leistungsgerechte Fütterung. Lesen Sie hier über die Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung landwirtschaftlicher Nutztiere.

Programm (48)

Freitag, 22. November 2019

Von Brunsterkennung zum Herdengesundheitssystem

10:00 - 10:20, Milchforum, Halle 1

Referent

Dr. med. vet. Monica Miravalle
Applications & Functionalities Trainer UPG EMEA, SCR EUROPE Srl

Die Milchwirtschaft ist im Umbruch: Herden werden grösser, die Milchqualität wird wichtiger, Erhöhung der Milchleistung, hohe Kraftfutterkosten und steigende Arbeitsbelastung.

Die Kostenoptimierung stellt den Produzenten fast täglich vor neue Herausforderungen. Daher halten Gesundheits-Monitoring Systeme in der Schweiz vermehrt Einzug und bilden in vielen Betrieben das Rückgrat für eine wirtschaftliche Milch- und Fleischproduktion.

Die im Markt etablierten Systemlösungen von SCR Engineers (Netanya, Israel) stellen bei vielen Rindviehhaltern (Milch- oder Beefproduzenten) einen verlässlichen Wert dar.

Studien belegen, dass das Wiederkauen der wichtigste Indikator für eine gesunde und somit wirtschaftliche Kuh darstellt. Eine stetige Wiederkau-Überwachung erlaubt eine frühzeitige Erkennung, Behandlung sowie Vorbeugung von Krankheiten (Soriani 2015, Calamari 2014, Liboreiro 2016). Weiter haben Studien gezeigt, dass durch Algorithmen generierte Gesundheitsberichte die Erkennung von Krankheiten ermöglicht und zwar bevor diese visuell erkennbar sind (Stangaferro 2016).

Weiter weist ein synchrones Absinken der Futteraufnahme und Wiederkautätigkeit mit gleichzeitigem Anstieg der Aktivität auf eine mögliche Brunst hin.

Publikation Journal of Dairy Science: Schweratmigkeit zur Beurteilung von Hitzestress bei Milchkühen (Bar 2019)

Applikation für Jungtiere zur Überwachung von Gesundheit und Wiederkäuer-Entwicklung durch den Einsatz einer Ohrmarke ab dem 1. Lebenstag.

 

Kurz CV

Monica Miravalle hat im November 2013 ihr Studium in Veterinärmedizin an der Universität Parma (Italien) abgeschlossen. Praktikum in Deutschland an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Im Anschluss 4-jährige praktische Tätigkeit mit detailliertem Einblick in die Funktionalität und den praktischen Einsatz von Gesundheits-Monitoring Systemen.

Im Februar 2018 trat Monica als Applikations- und Funktionalitätstrainerin bei Allflex Livestock Intelligence (EMEA) ein. Seit Oktober 2018 gehört sie zu der Abteilung User Proficiency Group (UPG) mit erweitertem Verantwortungsbereich.

 

Referent


Kälbermast mit dem «Freiluftkalb-Konzept»

10:50 - 11:10, Rinderforum, Halle 1

Referent

Dr. Jens Becker
Universität Bern Departement für klinische Veterinärmedizin, Wiederkäuerklinik

Hintergrund

Im Rahmen der weit verbreiteten Milchviehhaltung entstehen schweizweit überschüssige Kälber, die nicht aufgezogen werden. Es handelt sich v. a. um männliche Kälber, die naturgemäss keine Milch geben würden und aufgrund ihrer grossen Zahl nicht als Vatertiere Verwendung fänden. Die Kälber werden mit einer energiedichten Ration, die hauptsächlich aus Milch und Milchpulver besteht, in rund fünf Monaten schlachtreif gemästet. Eine dem Wiederkäuer angepasste raufutterbasierte Ration zu verfüttern ist meist nicht rentabel, da die Kälber der Milchviehrassen – auch die männlichen – sog. Milchviehgenetik vererbt bekommen haben, die nicht auf schnelles und umfangreiches Muskelwachstum fokussiert ist. So tragen auch Konsumenten, die auf Fleisch verzichten, jedoch aber Kuhmilchprodukte zu sich nehmen, indirekt zur Kälbermast bei. Traditionell entstehen aus Kalbfleisch bekannte Gerichte wie Wiener Schnitzel, Kalbsbratwürste und Pasteten. 


Problemstellung

Die Menge antibiotischer Substanzen, die zur Behandlung von Erkrankungen in der Schweizer Kälbermast eingesetzt wird, ist im Vergleich zu anderen Bereichen der Nutztierhaltung unverhältnismässig hoch. Antibiotika werden hauptsächlich zur Behandlung von Lungenentzündungen eingesetzt. Dabei werden die Richtlinien für massvollen und vorsichtigen Gebrauch nicht immer eingehalten. Bei Mastkälbern werden immer wieder neben hohen Behandlungszahlen auch hohe Resistenzraten gegen häufig verwendete Antibiotika beschrieben.

 

 

Kurz CV

Dr. med. vet. Jens Becker leitet seit 2015 das Forschungsprojekt "Freiluftkalb". Im Rahmen seiner Forschung interessiert er sich für die Herstellung umwelt- und gesundheitsverträglicher Lebensmittel tierischen Ursprungs.

 

Referent


Lang lebe die Kuh. Optimaler Tierkomfort im DeLaval Stall.

11:15 - 11:35, Milchforum, Halle 1

Referent

Daniel Elmer
Gebietsverkaufsleiter Anlagen Region Zürich - Zug, DeLaval

Es existieren zahlreiche Meinungen zu dem Thema Kuhkomfort. Aber was ist Kuhkomfort eigentlich? Wie lässt er sich beurteilen? Und vielleicht noch wichtiger, wie kann er zu einer profitablen Milchwirtschaft beitragen? Das Schaffen einer komfortablen Umgebung für Milchkühe wird mehr und mehr ein Thema, mit dem sich Wissenschaftler und Landwirte beschäftigen. Beobachtungen und Erfahrungen zeigen, dass Kühe, die sich wohlfühlen mehr Milch produzieren und länger gesund bleiben.

 

Kurz CV

Daniel Elmer arbeitet bei DeLaval als Gebietsverkaufsleiter Anlagen in der Region Zürich - Zug.

Referent


Aussteller, die Inhalte in diesem Thema präsentieren (41)

Krieger AG

Die Krieger AG ist eine erfolgreiche und führende Unternehmung im Bereich Planung und Stalleinrichtung für die Schweizer Landwirtschaft.

Ruswil

Schweiz

Mehrere Standorte

Über das Thema

Gesunde Tiere sind eine Voraussetzung zur Erbringung guter tierischer Leistungen und gesunder Produkte entlang der Lebensmittelkette. Tiergesundheit ist aber auch die Voraussetzung dafür, dass es den Tieren wohl ist. Für eine gute Tiergesundheit braucht es Prävention gegenüber Krankheiten, grosszügige und artgerechte Haltungsformen, ein achtsames Betriebsmanagement, leistungsgerechte Fütterung und das Angebot der richtigen Futtermittel. Dieses Thema zeigt eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung landwirtschaftlicher Nutztiere auf.

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