Schweizerischer Ziegenzuchtverband SZZV

Kurzbeschreibung

Die Schweiz weist eine grosse Vielfalt an Ziegenrassen auf. Der SZZV führt zurzeit das Herdebuch von acht Ziegenrassen mit Ursprung in der Schweiz sowie zusätzlich drei importierten Rassen. Ab 2022 übernimmt der SZZV ausserdem für drei weitere Schweizer Rassen die offizielle Herdebuchführung.

Über uns

Der Schweizerische Ziegenzuchtverband SZZV wurde 1906 gegründet. Mitglieder des Verbandes sind kantonale und überkantonale Ziegenzucht- oder Kleinviehzuchtverbände/-vereine, Ziegenzuchtgenossenschaften und -vereine sowie Ziegenzüchterinnen und Ziegenzüchter von Rassen, für welche der SZZV das Herdebuch führt. Der SZZV ist verantwortlich für die schweizerische Ziegenzucht und fördert deren Wirtschaftlichkeit.

Seine Hauptaufgaben sind:

  • Führung des Herdebuches als vom Bund anerkannte Tierzuchtorganisation.
  • Durchführung von Leistungsprüfungen (Milchleistungsprüfungen, Aufzuchtleistungsprüfungen, Zuchtwertschätzungen, Exterieurbeurteilung, Zuchtfamilien usw.).
  • Förderung der Haltung, Zucht und Gesundheit der Ziegen sowie des Absatzes von Zucht- und Nutztieren und deren Produkte.
  • Erhaltung und Förderung von gefährdeten Schweizer Ziegenrassen.
  • Durchführung von Kursen (Schauexperten usw.) und Vorträgen sowie Information und Beratung der Ziegenzüchter und -halter über das Publikationsorgan „Forum Kleinwiederkäuer".
  • Interessenvertretung der schweizerischen Ziegenzucht gegenüber den Behörden des Bundes und der Kantone, dem Schweizer Bauernverband, Proviande und weiteren Organisationen (Mitwirkung bei Vernehmlassungsverfahren, Preisverhandlungen usw.).

Das Herdebuch des SZZV umfasst:

Die drei Hauptrassen

Am meisten Herdebuchtiere verzeichnen die Rassen Gämsfarbige Gebirgsziege, Saanenziege und Toggenburgerziege.

Gefährdete Rassen

Alle Schweizer Ziegenrassen gelten als gefährdet oder ihr Bestand wird als kritisch eingestuft. Dazu gehören zusätzlich: die Appenzellerziege, die Bündner Strahlenziege, die Nera Verzasca, die Walliser Schwarzhalsziege sowie die Pfauenziege. Mit Projekten zur Erhaltung von gefährdeten Schweizer Rassen werden diese gezielt gefördert, um so die Rassen zu erhalten.

Importierte Rassen

Mit den drei Rassen Burenziege, Anglo Nubian und Tauernschecken werden zusätzlich drei Rassen mit Ursprung im Ausland im Herdebuch des SZZV geführt.

Drei weitere Schweizer Ziegenrassen

Ab 2022 wird der SZZV auch für die Capra Sempione, Kupferhalsziege und Grüenochte Geiss offiziell das Herdebuch führen.

Genauso vielfältig wie die Rassen ist auch die Möglichkeit zur Nutzung der Tiere, sei dies zur Milchproduktion, Mutterziegenhaltung oder zur Landschaftspflege.