«Farm blindness» – auch ein Thema bei uns?

Freitag, 22. November 2019


14:10 Uhr - 14:30 Uhr

Martin Kaske beleuchtet in dem Referat ein zentrales Problem, das Verbesserungen im Arbeitsalltag auf Betrieben im Wege steht: Betriebsblindheit. Es wird gezeigt, warum Betriebsleiter die Konsequenzen von Bestandesproblemen unterschätzen und welche Lösungsstrategien sich anbieten.

In den ersten Lebenswochen werden die entscheidenden Grundlagen für die Leistungsfähigkeit der späteren Milchkühe geschaffen - Kolostrumversorgung, Tränkeintensität, Impfung und Tierbetreuung sind dabei die zentralen Stichworte. Obwohl heute das Wissen um die notwendigen Massnahmen für eine optimierte Aufzucht auf Grundlage vieler wissenschaftlichen Studien verfügbar ist, klappt die Umsetzung der Empfehlungen auf den Betrieben häufig nicht oder nur unvollständig. «Farm blindness», also Betriebsblindheit, ist einer der dafür ausschlaggebenden Gründe. Im Referat soll der Hintergrund dieses Phänomens erläutert werden, bevor anschliessend gezeigt wird, wie man das Problem lösen kann – um so das Tierwohl auf dem Betrieb ebenso wie das ökonomische Betriebsergebnis deutlich zu verbessern.

 

Kurz CV

Martin Kaske ist Tierarzt und seit 2017 Geschäftsführer des Schweizer Kälbergesundheitsdienstes, der als eine Sektion des Rindergesundheitsdienstes fungiert. Nach langjähriger Tätigkeit an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover ist Martin Kaske seit 2013 an der Vetsuisse-Fakultät in Zürich tätig und dort insbesondere im Zusammenhang mit der Bestandesmedizin aktiv. Sein Interesse gilt vornehmlich der Etablierung von Vorbeugungsmassnahmen in der Kälberaufzucht und –mast mit dem Ziel, durch eine Verbesserung der Tiergesundheit den Einsatz von Tierarzneimitteln zu minimieren.

 

Referent
Foto von Apl.-Prof. Dr. Martin Kaske

Apl.-Prof. Dr. Martin Kaske

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Ort

Rinderforum, Halle 1

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